Ich frage dich – aber wer fragt mich?
Kennst du das?
Du fragst andere Menschen oft:
„Ist alles in Ordnung?“
„Brauchst du etwas?“
Du hörst ihnen zu, wenn sie traurig sind. Du bist für sie da, wenn sie Probleme haben. Du versuchst zu helfen, wenn es jemandem nicht gut geht.
Warum fragt eigentlich niemand mich?
Auch ich habe Tage, an denen es mir nicht gut geht. Tage, an denen ich traurig bin, mir zu viele Gedanken mache oder einfach nicht weiß, wohin mit meinen Gefühlen.
Manchmal brauche ich gar keine großen Worte. Ich möchte einfach mal in den Arm genommen werden. Jemanden neben mir haben. Eine Hand, die meine hält. Oder einfach jemanden, der sagt:
„Du bist nicht allein.“
„Du kannst mir erzählen, was dich beschäftigt.“
Es sind oft die kleinen Dinge, die einem zeigen, dass man einem anderen Menschen wichtig ist.
Eine liebe Nachricht.
Eine Umarmung.
Ein ehrliches „Wie geht es dir?“
Denn nur weil jemand oft stark wirkt, lacht oder für andere da ist, heißt das nicht, dass bei ihm immer alles gut ist.
Auch Menschen, die viel geben, brauchen manchmal jemanden, der ihnen etwas zurückgibt. Nicht unbedingt eine Lösung. Nicht immer einen guten Rat. Manchmal einfach Nähe, Verständnis und ein bisschen Liebe.
Deshalb sollten wir nicht nur fragen, wenn wir sehen, dass jemand traurig ist.
Wir können auch einfach zwischendurch fragen:
Vielleicht braucht dieser Mensch gerade genau das: jemanden, der da ist, zuhört, ihn in den Arm nimmt und ihm das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein.
